Beginn
Mi., 14.10.2026,
17:00 - 18:30 Uhr
Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen in Recklinghausen 1941 - 1945
Vortrag, anschließend Gedenken an der Stolperschwelle für die Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen
Seit dem Herbst 1941 kamen auf erzwungenen Wegen zahlreiche Menschen aus den von der deutschen Wehrmacht eroberten Gebieten der Sowjetunion nach Recklinghausen. Nur ein Teil von Ihnen waren Kriegsgefangene, ein erheblicher Prozentsatz bestand aus Zivilisten, die für mehrere Jahre meist auf den Zechen und angrenzenden Betrieben arbeiten mussten. Eine besonderen Aspekt stellen die Ukrainerinnen und Ukrainer dar, die auf diese Weise schon früh nach Recklinghausen gelangten und – wie viele andere osteuropäische Leidensgenossen auch – erst im Frühjahr 1945 von der Nazi-Herrschaft befreit wurden. Ihr Heimatland, das seit den frühen 1920er-Jahren eine Sowjetrepublik war und unter der Herrschaft Stalins schwer zu leiden hatte, war 1941 in ein Besatzungsterritorium verwandelt worden, das „Reichskommissariat Ukraine“ genannt wurde und das einer ausgebeuteten deutschen Kolonie glich. Zu dieser „Beute“ gehörten eben auch Menschen, darunter junge Frauen, die Recklinghausen als Ort von Drangsalierung, Unterdrückung und Feindschaft kennenlernten. Der Vortrag geht diesen Vorgängen und Schicksalen nach und ruft dieses wenig bekannte Kapitel deutsch-ukrainischer Geschichte in Erinnerung.
In Kooperation mit dem Institut für Stadtgeschichte und der Maristenschule
Anmeldung bis zum 12. Oktober